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15. Jul 2026

Über POCs, Prototyping, und MVPs

Worum es wirklich geht. Wir zeigen, wie strukturiertes Requirements Engineering Risiken minimiert, Ideen greifbar macht und echten Mehrwert für Ihr Projekt schafft.

Wozu braucht man einen Proof of Concept?

Die gängige Antwort – man findet sie in fast jeder Definition – lautet: um die technische Machbarkeit zu prüfen. Diese Sichtweise ist naheliegend, gerade aus der Entwicklungsperspektive, wo technische Hürden zum Alltag gehören. Sie greift aber zu kurz. Genau das war der Anlass für meinen Vortrag bei Cudos.

Denn das grösste Risiko in einem Projekt ist oft nicht die Technik. Unklare Anforderungen, unsicheres Marktpotential, Abhängigkeiten zu Drittsystemen, zögernde Stakeholder oder die Frage, ob sich die Investition lohnt, können ein Vorhaben genauso zum Scheitern bringen wie eine ungelöste technische Hürde. Es lohnt sich deshalb, die verfügbaren Werkzeuge klar auseinanderzuhalten. Jedes beantwortet eine andere Frage:

Mockup

Macht eine Idee sichtbar, ohne dass etwas funktionieren muss. Ideal, um früh über Konzepte zu sprechen und Missverständnisse aufzudecken, bevor nennenswerter Aufwand entsteht.

Proof of Concept (PoC)

Belegt, dass ein Vorhaben grundsätzlich durchführbar ist. Das kann eine technische Frage sein, genauso oft aber eine andere Unsicherheit: Akzeptiert der Markt die Lösung? Trägt der Geschäftsfall? Funktioniert der Ablauf beim Kunden? Entscheidend ist, mit dem PoC das jeweils grösste Risiko gezielt anzugehen – und das liegt häufig ausserhalb des Codes.

Prototyp

Zeigt, wie eine Lösung aussieht und sich bedienen lässt. Er liefert frühes Feedback der Anwender und vereinfacht die Kommunikation zwischen Fachseite und Entwicklung. Probleme und Änderungswünsche werden erkannt, solange sie noch günstig zu beheben sind.

Minimum Viable Product (MVP)

Die kleinste produktiv nutzbare Version eines Produkts. Nach Eric Ries geht es darum, mit minimalem Aufwand möglichst viel über die Kunden zu lernen – am echten Markt statt in der Theorie.

Der gemeinsame Nenner: Es geht immer darum, Unsicherheit und unbekannte Faktoren in den Griff zu bekommen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht «Was bauen wir?», sondern «Welches Risiko müssen wir als Nächstes reduzieren – und wem müssen wir was demonstrieren?» Nebenbei leisten PoCs und Prototypen noch etwas Zweites: Sie machen abstrakte Ideen greifbar und helfen, Stakeholder zu überzeugen und Momentum zu erzeugen.

Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber wer einen Schritt zurücktritt und zuerst Ziel und Risiken klärt, wählt das passende Werkzeug – und spart sich Aufwand für Dinge, die am Ende niemand braucht.

Requirements Engineering

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Wir klären Ihre Ziele und erarbeiten belastbare Anforderungen durch Befragungen, Prototypen und MVPs – flexibel, neutral und entwicklungsunabhängig.


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